(lsn / otz) - Mit dem Ende der Solar-Waferproduktion in der Lichtstadt hat sich die
Zahl der Beschäftigten zwischen Ende 2011 und Februar 2012 fast
halbiert: nur noch etwa 637 Schottianer sind am Gründungsstandort Jena verblieben.

Schottianer seien die einzigen im Konzern, sagte Ungeheuer, die Flachglas im Floatverfahren herstellen könnten. Der weltweite Markt für hochfestes, großen Temperatur-schwankungen widerstehendes Brandschutz- und Sicherheitsglas sei groß. Sehr gut am Markt angekommen sei auch das neue ultraharte Glas Xensation für Smartphones. "Wir sind inzwischen bei allen Herstellern weltweit gelistet", erklärte Ungeheuer laut OTZ.
Was die Schließung des Schott-Solar Werkes für viele der einst dort Beschäftigten bedeutet, das weiß Ungeheuer sehr wohl: Arbeitslosigkeit. Über seinen eigene "Arbeitslosigkeit" ab dem kommenden Monat, sagte er dagegen nichts. Das "Manager-Magazin" hatte letzte Woche gemeldet, dass Udo Ungeheuer trotz miserabler Geschäftszahlen mit einem lukrativen Abschiedsgeschenk in den Ruhestand geschickt wird. Mehr als zwei Millionen Euro Abfindung, so will das "Manager-Magazin" wissen, bekommt Ungeheuer, weil er seinen Posten bereits Ende Februar räumt und nicht erst zum Auslaufen seines Vertrages Im September 2013. Ihn ersetzt der Schott-Aufsichtsratsvorsitzende und frühere Vorstandschef des Schwesterunternehmens Carl Zeiss, Dieter Kurz. Der soll ab März frischen Wind ins gebeutelte Unternehmen bringen.
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