Mittwoch, 21. August 2013

"Heaven Shall Burn": Die Chartstürmer aus Ostthüringen legen ein mächtiges "Veto" ein - Neues Album kam bis auf Platz 2 der Charts!


(lsn / toby reiter / cmr) - Es wird heiß im Himmel, jedenfalls wenn man eine Metal-Band ist und die Charts der Himmel auf Erden sind.

Wer die Ostthüringer Gruppe Heaven Shall Burn kennt, der rieb sich in diesem Jahr wohl etwas verwundert die Augen, als er die deutschen Album-Charts sah und dort auf Platz 2 den Namen der Band lesen konnte. Einmal davon abgesehen, dass es schon Seltenheitswert hat, dass eine deutsche Metal-Band, mit einem Musikstil, den man nicht unbedingt als massenkompatibel bezeichnen kann, sich in den Top 3 der Verkaufshitliste platziert, ist es um so erstaunlicher, dass die Jungs as Ostthüringen kommen.

Das eher beschauliche Saalfeld ist nämlich der künstlerische Mittelpunkt der Metalcoreer und "Veto" ihr siebtes Studioalbum. Zuvor schon schnupperten sie mit "Invictus" (als finaler Teil ihrer "Iconoclast"-Trilogie veröffentlicht) Top-10-Luft, aber dass man mit "Veto" (Century Media Records) im Frühjahr nur haarscharf am Spitzenplatz vorbeischrammen würde, dass ist schon eine Überraschung für den brachialen Fünfer aus der Saalestadt - oder, wie es das Fachblatt "Metal Hammer" formulierte, "Selten war es unterhaltsamer, ein 'Veto' einzulegen - und abzuspielen."


Und noch etwas hat sich inzwischen gezeigt: mit der Genre-Bezeichnung Metalcore wird man dem, was Heaven Shall Burn auf und in dem knappen Dutzend "Veto"-Songs musikalisch zu bieten haben, nicht mehr gerecht. In Wirklichkeit ist das neue Werk ein lupenreines Metal-Album geworden, wie es sonst nur die ganz Großen der Szene hinbekommen. Daher verwundert auch der Platz 2 in den Charts nicht, denn der Sound der Ostthüringer ist vielseitig geworden mit Anleihen aus den  verschiedensten Spielarten des Heavy Metal.

Was ragt heraus, aus den 11 Songs? Auf jeden Fall "Valhalla", die uralte Metal-Hymne der Band Blind Guardian, die Heaven Shall Burn mit Gastsänger Hansi Kürsch weit über ein Cover hinausgeführt und mit spürbarer Freude reanimiert und zeitgemäß gewandelt haben. "Hunters Will Be Hunted" häten auch Saitenartisten aus Schweden nicht besser hinbekommen können und "Land Of The Upright Ones" brilliert im unverwechselbaren HSB-Sound.

So wird sich das Album noch einige Zeit im Gedächtnis der Metal-Fans halten können und Heaven Shall Burn wohl auch den Geldsegen bescheren, auf den die Fünf aus Saalfeld schon lange warten. HIER geht es zur Homepage der Band.


Hinweis: Toby Reiter ist der neue Musikredakteur der "Lichstadt.News"

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