


- Alle untersuchten Zeiträume belegen, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung nur von etwa 10% der Kfz eingehalten wird. Die mittlere Geschwindigkeit liegt in der betrachteten Stunde vor 22 Uhr knapp unter 50 km/h und in der Stunde nach 22 Uhr bei etwa 40 km/h. Die größte gemessene Geschwindigkeitsdifferenz trat mit 9 km/h am 15. Juni 2010 auf. An den Tempo 30 Seite 44 von 47 andern beiden Tagen lagen die mittleren Geschwindigkeiten sogar nur 8 bzw. 5 km/h auseinander. Erweitert man den Zeitraum und schaut sich Geschwindigkeiten für die gesamte Nacht an, ist ein Geschwindigkeitsanstieg festzustellen.

Gesamtergebnis scheint aber der Studie nach zu sein, dass die allgemeine Reduzierung der Geschwindigkeit zwischen 2 Uhr und 6 Uhr Lärmverminderungen gebracht hat, so wie es von der EU gefordert wird. Die Alternative zum Abbau der "Tempo 30"-Schilder steht für die Stadt Jena noch nicht fest, muss aber gefunden werden - so sieht es das EU-Recht vor.
Alle diejenigen, die sich heute über den Abbau der Schilder gefreut hatten, könnten möglicherweise schon in Kürze über die finanziellen wie organisatorischen Auswirkungen der Alternative für die Lichtstadt Jena entsetzt sein. Eine Möglichkeit den Lärmaktionsplan zu erfüllen wäre nämlich tatsächlich der Einbau von Lärmschutzfenstern - dies bei allen Häusern, die im Stadtgebiet Jenas an der B7 wie der B88 liegen. Die finanzielle Last hieraus müsste aus dem Stadtsäckel erbracht werden.
Die gesamte Studie als PDF-Datei findet man HIER als Download!

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