Montag, 18. März 2013

"Acht englische Wochen!": Der FC Carl Zeiss Jena steht vor seiner härtesten Bewährungsprobe - FCC Präsident äußert sich besorgt


(lsn / fcc / otz) - Durch den immens langen Winter und die damit verbundene Spielpause steht der FC Carl Zeiss Jena in den nächsten acht Wochen vor einer seiner schertsten Bewährungsproben, muss er in diesen acht Wochen dorch nicht weniger als 15 Mal antreten.

In der OTZ sprach jetzt FCC-Präsident Rainer Zipfel (Foto) über seine Sorgen und Ängste und die Pflichten der Stadt Jena, wie sich sich für ihn darstellen (Anmerkung: Antworten verkürzt!):

Frage: Hat es Ihnen geschmerzt, dass Sie am Sonntag wieder aussetzen mussten?

Zipfel: Eine Rasenheizung gehört in der zweiten Bundesliga zur Pflicht, deshalb mussten wir sie damals auch einbauen. Dort ist der Betrieb auch gesichert, weil entsprechende Fernsehgelder fließen. In der vierten Liga können wir es uns bei Kosten von eintausend Euro pro Tag schlichtweg nicht leisten. Aber die Stadt muss sich bewegen: Ein Stadion ist kein Museum. Und dann geht es eben nicht, dass sich immer weniger Mitarbeiter um die Jenaer Fußballplätze kümmern. Wir befinden uns in einer Notsituation. Da muss die Stadt auch mal unpopuläre Maßnahmen ins Kalkül ziehen und nicht nur Dienst nach Vorschrift schieben. 

Frage: Warum verbreiten Sie überhaupt solche Panik ob der Spielabsagen?

Zipfel: Wir werden nervös, weil die Zeit immer knapper wird. Für das Wetter kann niemand etwas. Aber es geht darum, mit Sondermaßnahmen die Lage zu entschärfen, zumal auch noch die Heimspiele des FF USV Jena mit eingeordnet werden müssen.

Frage: Lohnt es sich überhaupt noch, die Aufholjagd zu starten? RB Leipzig ist schon 16 Punkte weggezogen.

Zipfel: Das Tabellenbild ist aktuell stark verzerrt, zumal RB Leipzig schon drei Spiele mehr ausgetragen hat als wir. Es sieht aber so aus, als würden die Leipziger ihrer Favoritenrolle diesmal gerecht werden. Sie spielen zwar nicht berauschend, aber gewinnen. Auf der anderen Seite können wir selbst nicht korrekt einschätzen, wo wir stehen.

Frage: In der dritten Liga werden Alemannia Aachen und Kickers Offenbach wegen Lizenzvergehen je zwei Punkte abgezogen. Ärgert Sie das?

Zipfel: Wir sind vergangene Saison sportlich abgestiegen. Aber die Entscheidungen nehme ich mit Enttäuschung zur Kenntnis, vor allem das Strafmaß. Der eine oder andere Verein hat im vergangenen Sommer nicht die Wahrheit gesagt, zumal teils schon im September vier Millionen Euro Liquidität fehlten. Aber der OFC hatte vom DFB die Lizenz erhalten. Und dann ist es schon ärgerlich, dass wir den Weg in die Regionalliga antreten mussten.

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